Was passiert eigentlich im Auge bei optischen Täuschungen?

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Ein „unmögliches Dreieck“, auch Penrose-Dreieck genannt
Ein „unmögliches Dreieck“, auch Penrose-Dreieck genannt

Ob Grafiken, Bilder oder Phänomene, die uns ganz zufällig begegnen: Optische Täuschungen faszinieren uns. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was da eigentlich dahintersteckt? Wie kommt es zu solchen Wahrnehmungstäuschungen und was passiert dabei in Auge und Gehirn? Lasik Germany beleuchtet das Thema einmal genauer.

Was sind optische Täuschungen?

Optische Täuschungen, oder auch visuelle Illusionen genannt, können sich auf alle Bereiche des Sehens beziehen. So kennen wir Bewegungsillusionen, Farbtäuschungen oder Tiefenillusionen, um nur einige Beispiele zu nennen. Man meint, das Bild bewegt sich, man sieht nicht vorhandene Objekte oder Nachbilder auf weißen Flächen oder täuscht sich in der Größe von Objekten. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie verwirren unsere Wahrnehmung.

 

Optischen Täuschungen liegt die Tatsache zugrunde, dass unsere Wahrnehmung hochgradig subjektiv ist, auf Erfahrungen beruht und vom Gehirn beeinflusst wird. Es gibt eine Vielzahl ziemlich bekannter Beispiele für optische Täuschungen, zum Beispiel „unmögliche Figuren“: zweidimensional gezeichnete Figuren, die so konstruiert sind, dass wir sie dreidimensional wahrnehmen. Hier finden Sie weitere Beispiele: http://de.wikipedia.org/wiki/Optische_T%C3%A4uschung. Aber auch im Alltag begegnen uns visuelle Täuschungen immer wieder: Ein Regenbogen zum Beispiel oder im Sommer scheinbare Pfützen auf Asphalt, die durch heiße Luftschichten entstehen, in denen sich der Himmel spiegelt.

Optische Täuschungen: Erklärungsansätze

Bewegt sich da was? Eine optische Bewegungsillusion
Bewegt sich da was? Eine optische Bewegungsillusion

Unser Gehirn versucht zwischen allem, was wir optisch erfassen, eine Verbindung herzustellen. So kann es passieren, dass zwei gleich große Objekte aufgrund der perspektivischen Darstellung unterschiedlich groß wahrgenommen werden. Das Gehirn stellt alle Dinge in Relation zu anderen und bewertet sie entsprechend. So können gleichfarbige Punkte verschieden wirken oder gerade Linien schief – je nach Hintergrund, Maßstab oder Anordnung. Auch Bewegungsillusionen gehören dazu. Betrachtet man ein Objekt vor einem Hintergrund, der keine Anhaltspunkte für die räumliche Lage gibt, meint man, das Objekt bewege sich.

Natürlich hat sich auch die Wahrnehmungspsychologie schon eingehend mit dem Phänomen visueller Illusionen beschäftigt. Denn daraus lassen sich interessante Rückschlüsse ziehen, wie im Gehirn Sinnesreize verarbeitet werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Theorie des Amerikaners Mark Changizi zu optischen Täuschungen. Diese besagt, dass unser Gehirn sekündlich einen Blick in die Zukunft wagt – und damit das Auge „austrickst“: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/optische-taeuschungen-blick-in-die-zukunft-trickst-das-auge-aus-a-559033.html.

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