Mythen rund ums Auge, Teil 4

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Mythen rund ums Auge, Teil 4

Dass es so viele Mythen zu den Themen Sehen und Augenmedizin gibt, hätten wir selbst nicht gedacht, als wir diese Reihe gestartet haben. Aber siehe da, schon sind wir bei Teil Vier! Diesmal: Digitales Leben und Sehkraft.

Mythos oder Wahrheit? Kleine Schrift auf Smartphones und Co. verdirbt die Augen

Grundsätzlich: Augen können nicht „verderben“, ergo ist es auch nicht möglich, dass man durch Lesen kleiner Schrift oder bei schlechten Lichtverhältnissen plötzlich eine Brille braucht. Aber: Vorhandene Sehfehler machen sich dadurch offensichtlicher bemerkbar, da kleine Schrift eine höhere Sehleistung erfordert. Betroffene bemerken also schneller als andere, dass sie das Lesen auf kleinen Bildschirmen stark anstrengt oder sie häufiger mit den Augen blinzeln müssen. Wenn bei Ihnen bislang keine Fehlsichtigkeit festgestellt wurde, Sie aber Probleme haben, auf kleinen Bildschirmen zu lesen, sollten Sie besser zum Arzt – denn dies könnte ein Hinweis auf einen Sehfehler oder sogar den Beginn eines Grauen Stars sein (wenn Sie eine Trübung beim Lesen feststellen). Aber auch für alle anderen gilt: Die häufige Smartphone- und Tabletnutzung ist zwar nicht schädlich, aber anstrengend für die Augen. Gönnen Sie sich deshalb öfter Pausen und halten Sie das Gerät nicht zu dicht vor die Augen.

Bei Bildschirmarbeit sollte man keine Kontaktlinsen tragen. Was ist dran?

Tatsache ist: Wer tagtäglich über einen längeren Zeitraum am Computer sitzt, beansprucht die Augen. Die konzentrierte Arbeit am Bildschirm lässt die Augen trockener werden. Das bedeutet, dass der wichtige Tränenfilm, auf dem die Kontaktlinse schwimmt, nicht mehr ausreichend produziert wird. Resultat: Die Linse wird vom Träger als Fremdkörper im Auge wahrgenommen – ein unangenehmes Gefühl. Deshalb während längerer Bildschirmtätigkeiten auf Kontaktlinsen verzichten, um die Augen nicht noch zusätzlich zu beanspruchen. Ansonsten heißt es auch hier: regelmäßig Pausen einlegen, aufstehen und ein paar Schritte laufen. Das tut Ihrem Körper ganz grundsätzlich gut und beugt auch Verspannungen und Müdigkeit vor.

Noch mehr Mythen-Aufklärung gewünscht? 🙂

Die anderen drei Teile unserer Reihe lesen Sie hier, hier und hier.

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